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Vollkorn – weiterhin keine guten Nachrichten 18.07.2008

 Im ersten Teil dieses Newsletters haben wir Abwehrmechanismen im Vollkorn beschrieben, die Resorptions- d. h. Aufnahmestörungen verursachen, die vor allem dort, wo Getreide als Hauptnahrungsmittel dient, zu Mineralstoffmangel (verbunden mit Knochenerweichung, Eisenmangelanämie, Wachstumsstörungen) führen.

Die Schäden sind dabei dosisabhängig: Je mehr vom Getreide gegessen wird, desto stärker sind die Auswirkungen.

Weitere Abwehrstoffe im Vollkorn sind Enzymhemmer und Lectine. Dies sind Eiweißkörper, die hitzestabil sind, und sich sogar dem Verdauungsvorgang widersetzen.

Besonders unangenehm sind die im Vollkorngetreide enthaltenen Enzymhemmer.

Enzymhemmer (Alpha-Amylase-Hemmer) verhindern, dass die im Getreide enthaltene Stärke von der Alpha-Amylase, einem Enzym der Bauchspeicheldrüse, im oberen Dünndarm aufgespaltet werden kann. Die Stärke wird dadurch nur unvollständig zerlegt, kann in dieser Form vom Dünndarm nicht aufgenommen werden, gelangt in den Dickdarm, und wird hier von den Dickdarmbakterien zersetzt. Blähungen, Bauchschmerzen und Stuhlprobleme sind die Folge, eine Erfahrung, die nahezu jede/r macht, der Vollkorn in seine Ernährung aufnimmt. Aber nicht nur die subjektiven Erscheinungen sind unangenehm, auf Dauer können sogar Organschäden auftreten: Es entstehen nämlich Fuselalkohole, die giftig sind, und den Darm und die Leber schädigen.

Lectine verändern die Darmflora und verursachen Veränderungen der Darmschleimhaut. Die geschädigte Darmwand wird dadurch für Eiweißkörper durchlässig. Allergien und Autoimmunerkrankungen können die Folge sein.

Auch die Behauptung, „Vollkorn schütze vor Herzinfarkt“ muss - kritisch betrachtet - wohl relativiert werden. Grundlage für diese Behauptung sind Ergebnisse von epidemiologischen Studien, wonach Menschen, die in ihrer Ernährung Produkte aus Auszugsmehl vermehrt durch Vollkornprodukte ersetzten, statistisch gesehen weniger Herzinfarkte erleiden. Im Hinblick auf die in neuerer Zeit entdeckte Tatsache, dass Mehl (neben Zucker) eine entscheidende Rolle bei der Entstehung der Arteriosklerose (und damit bei der Verursachung von Herzinfarkten) spielt, erscheint diese Schlussfolgerung doch recht kühn!
 
Man muss diese Ergebnisse wohl eher so interpretieren: Vollkorn verursacht in Relation weniger Herzinfarkte als das Auszugsmehl. 

Eine weitere schädliche Auswirkung von Mehl in jeder Form ist, dass Mehl – neben Zucker – hauptverantwortlich für die Zerstörung unserer Zähne.

Mehl erzeugt Karies.

Dies ist eindrucksvoll durch Knochenfunde belegt: Eine der auffälligsten Knochenveränderungen beim Wechsel von der Jäger/Sammler-Ernährung zur Vollkornernährung im Rahmen des sich entwickelnden Ackerbaues ist eine dramatische Zunahme von Karies, eine schlimme Erfahrung für die Menschen damals.

Wir haben heute das Glück, auf eine exzellente Zahnmedizin vertrauen zu können, die viele Schäden kompensieren kann. Doch dies war nicht immer so. Stellen Sie sich einfach vor, es gäbe keine Zahnärzte – und Sie müssten mit den Folgen des Zahnverfalles leben!

Wenn Sie, liebe/r Leser/in unseres Newsletters, Detailinformationen zu diesem Thema haben wollen, finden Sie die Literaturangabe zum Artikel von Loreen Cordain unten angefügt.
 
Wenn Vollkorn so gesund ist, wie dies von Ernährungsexperten immer behauptet wird, wie erklärt sich dann die Tatsache, dass die Einführung des Vollkorngetreides in die menschliche Ernährung so dramatische gesundheitlichen Folgen gehabt hat?

Wir erinnern an die Feststellung von Professor Clarke Larson, Anthropologe der Universität von North Carolina: „Überall, wo der Ackerbau eingeführt wurde, ging es mit der Gesundheit der Bevölkerung steil bergab“ (Zitat 369 in „Essen Sie sich schlank!“).

Wir haben den Eindruck gewonnen, dass viele Ernährungsexpert/innen sich nicht um solche „Nebensächlichkeiten“ kümmern. Für sie zählen nur die „wertvollen Inhaltsstoffe“ des Vollkorns, wie z. B. Ballaststoffe und Vitamine.

Sehen wir uns einmal an, ob wir hier vielleicht eine gesunde Komponente des Vollkorns entdecken können:

Alle Getreidesorten enthalten größere Mengen an Vitaminen des B-Komplexes (mit Ausnahme von Vitamin B12). Ist Vollkorn somit ein „guter Vitamin-B-Spender“, wie immer wieder behauptet wird?

Mitnichten! Entscheidend ist nämlich nicht der Gehalt an Vitaminen, sondern die Bioverfügbarkeit, also, wie gut die Vitamine vom Körper aufgenommen werden!

Und hier ist das Problem mit dem Vollkorn: Der menschliche Körper kann nur sehr wenig von den Vitaminen aus dem Getreide aufnehmen!

Ursache dafür sind, wie oben beschrieben, Abwehrstoffe. Nur etwa 15-20% der B-Vitamine werden vom Körper aufgenommen! Paradoxerweise sind somit Populationen, die hauptsächlich auf Getreide angewiesen sind, mit B-Vitaminen (vor allem B6 und B12) unterversorgt!

Dazu kommt, dass die Vitamine hitzeempfindlich sind. Das bedeutet, dass ein Großteil der im Getreide enthaltenen Vitamine sowieso beim Backen zerstört werden.

Also ist auch die Aussage, dass Vollkorngetreide ein „wichtiger Vitamin B Lieferant“ sei, in das Reich der Mythen und Fabeln zu verweisen.

Die Behauptung, Vollkorngetreide sei ein wichtiger Mineralstoff- und Vitaminlieferant, ist also schlichtweg falsch.

Zusammenfassend können wir also festhalten, dass Getreide weit davon entfernt ist, gesund zu sein.

Die Tatsache, dass – im Gegensatz zu den frühen Ackerbauern, bei denen Getreide einen großen Teil ihres täglichen Kalorienbedarfes abdeckte – die heutigen Menschen eine breite Palette an verschiedenen Nahrungsmittel zur Verfügung haben und nützen, mildert nur die hier beschriebenen Nachteile des Vollkorngetreides.

Die WHO (world health organization) empfiehlt aber trotz dieser gesundheitlichen Nachteile ausdrücklich mehr Vollkorn zu essen! Wie kann das angesichts der wissenschaftlich erwiesenen Probleme sein?

Die WHO weiß, dass es unmöglich ist, die gesamte Weltbevölkerung ohne Getreide zu ernähren. Somit bleibt ihr gar keine andere Wahl, als Vollkorn als gesund zu deklarieren.

 

 


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