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Cellulite - Ursachen und Abhilfe 10.08.2008

Unter Cellulite (Cellulitis) versteht man ein kosmetisches Problem, das hauptsächlich Frauen betrifft. Es ist keine angeborene Veränderung, sondern entsteht im Laufe des Lebens. Zu sehen sind Dellen und Vorwölbungen der Haut, vorwiegend an Beinen, Bauch und Po. Diese Dellen und Vorwölbungen werden durch Veränderungen des Bindegewebes im Unterhautfettgewebe, also in der Fettschicht unter der Haut, verursacht.
Sie können sich das so vorstellen: Das unter der Haut gelegene Fett ist in ein engmaschiges dreidimensionales „Gitter“ oder „Netz“ aus festem Bindegewebe eingebettet, also in eine Art Stützgewebe. Unter normalen Bedingungen ist dieses Bindegewebsgitter so fein, dass Haut und Unterhautfettgewebe fest und homogen sind.
Wenn allerdings das Bindgewebe schwächer und dünner wird, dann wird das „Gitter“ grobmaschiger, und das Fett kann sich aus den „Maschen“ nach außen vorwölben, dazwischen bleiben Einsenkungen. Verstärkt werden diese Veränderungen durch vermehrte Fetteinlagerungen - also bei Übergewicht.
Ursache dafür, dass Frauen viel häufiger betroffen sind als Männer, ist die Tatsache, dass das Unterhaut-Bindegewebe bei Männern von Natur aus viel dichter und fester ist als bei Frauen.
Halten wir also fest, dass Cellulite durch eine Abnahme und Schwächung des Bindegewebsgitter entsteht, in das das subkutane Fettgewebe eingelagert ist.
 
Warum kommt es zu einer solchen Schwächung?
Wir sind der Überzeugung, dass falsche, kohlenhydratreiche Ernährung die Hauptrolle bei der Entstehung der Cellulite spielt.
 
Wie schon in unserem Ratgeber „Essen Sie sich schlank – Abschied vom Jo-Jo-Effekt“ beschrieben, kann der menschliche Körper aus zwei verschiedenen „Brennstoffen“ Energie gewinnen: Entweder aus Fett (in Form von Ketonkörpern) oder aus Zucker (Glukose). Während nahezu der gesamten menschlichen Evolution, bis zur Entwicklung des Ackerbaues, war Fett der „Brennstoff“ für die verschiedenen Körperfunktionen (Bewegung, Wärmerzeugung, Verdauung und für unser Gehirn). Fett ist ein unproblematischer Brennstoff, der  in ausreichender Menge vorhanden ist.
Mit dem Ackerbau und der damit verbundenen kohlenhydratreichen Ernährung, ist Glukose zum Brennstoff geworden. Bei dieser Ernährung kann unser Gehirn, das Tag und Nacht tätig ist und somit einen sehr hohen Energiebedarf hat, ausschließlich Glukose zur Energiegewinnung heranziehen. Aber in der Nacht wird keine Glukose aus der Nahrung geliefert, die Verdauung wird irgendwann vor Mitternacht eingestellt; das Gehirn verlangt jedoch weiterhin nach Energie in Form von Glukose.
Hier beginnt das Problem: Unser Körper muss die benötigte Glukose zum Gutteil aus Eiweiß erzeugen und zwar bei kohlenhydratreicher Ernährung aus körpereigenem Eiweiß!
So wird also bei kohlenhydratreicher Ernährung jede Nacht Eiweiß – wohl hauptsächlich aus dem Bindegewebe, der Muskulatur der Haut und wahrscheinlich vielen anderen Organen – abgebaut und in Glukose umgewandelt, um den Glukosebedarf des Gehirns zu decken. Dieser Vorgang ist durch wissenschaftliche Studien eindeutig nachgewiesen. Das Eiweiß muss tagsüber wieder neu aufgebaut werden. Es ist leicht vorstellbar, dass dieser ständige Ab- und Aufbau nicht ohne Folgen bleiben kann. So könnten die degenerativen Veränderungen an Gelenken, Sehnen, Muskeln, der Wirbelsäule, an Gefäßen u.v.a.m., die den Menschen als einzige Spezies in dieser Form treffen, entstehen.
Wenn dem menschlichen Stoffwechsel dagegen Fett als Hauptenergiequelle dient, ist dieses „Eiweißopfer“ - wie Prof. Wolfgang Lutz es treffend genannt hat, nicht notwendig. Bei kohlenhydratarmer Ernährung kann der Körper während der Nachtstunden ohne Probleme Fett als Energiequelle benützen. (Vergleichen Sie dazu auch das Kapitel „Energiestoffwechsel“ in unserem Abnehmratgeber.)
Sie sehen aus diesen Ausführungen, dass durch den nächtlichen Eiweißabbau das Bindegewebe geschwächt und geschädigt wird – so ist die Entstehung der Cellulite gut nachvollziehbar.
Die immer wieder kolportierte Meinung, Cellulite würde durch Wasser- und Schlackenablagerungen entstehen, wurde durch gründliche Untersuchungen an der renommierten Johns-Hopkins-Universität (USA) widerlegt:
Zusammenfassend kann man sagen, dass Cellulite durch einen Bindegewebsschaden verursacht wird, bei dem zunehmend größere Lücken im „Bindegewebsgitter“ entstehen, durch die das in diesem Gitter eingelagerte Fett hervorquillt, mit dazwischen liegenden Dellen.
Die Hauptursache ist falsche, kohlenhydratreiche Ernährung; eine genetische Veranlagung spielt mit Sicherheit auch eine Rolle.
 
Somit stellt sich die Frage: Wie kann man Cellulite verhindern? Was kann man dagegen tun?
Das Wichtigste ist, dass Sie den (weiteren) Bindegewebsabbau vermeiden – durch stoffwechselgerechte Ernährung, bei der kein Eiweißopfer erfolgt.
Durch Fettreduktion (Gewichtsabnahme) wird der Druck des Fettgewebes im Bindegewebsgitter vermindert, und damit das kosmetische Ergebnis verbessert. Wesentlich bei der Gewichtsreduktion ist, keinesfalls durch kalorienreduzierte Diäten einen Fettabbau zu erzwingen – dabei wird immer viel Eiweiß aus der Muskulatur und dem Bindegewebe abgebaut, was die Situation verschlechtert. Im Gegensatz dazu wird mit unserer stoffwechselgerechten Ernährung fast ausschließlich Fett abgebaut, und fast kein Eiweiß!
Zusätzlich ist auch Sport, in jeglicher Form, hilfreich.

Ist eine Rückbildung der Cellulite möglich?
Durch eine konsequente stoffwechselgerechte Ernährung ist eine Rückbildung oder zumindest eine deutliche Besserung durchaus zu erwarten.
Cremen werden wohl eher nicht helfen (außer dem Hersteller!).

 


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