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Abnehmen mit eiweißreicher Kost 28.02.2011

 
Die Ergebnisse einer großen eu­ropäischen Ernährungsstudie weisen darauf hin, dass eine pro­teinreiche Ernährung mit mage­rem Fleisch, fettarmen Milchpro­dukten sowie Hülsenfrüchten und wenig raffinierten Stärkeproduk­ten wie beispielsweise Weißbrot dem Jojo-Effekt entgegenwirkt.
 
Vielen Erwachsenen und auch Kin­dern fällt es heute schwer, ihr Ge­wicht im Normalbereich zu halten und somit eine übermäßige Ge­wichtszunahme zu verhindern. Be­sonders nach Gewichtsreduktionsdiäten nehmen die meisten schnell wieder zu und bringen dann sogar mehr Pfunde auf die Waage als vor­her.
Im Rahmen der Diogenes (Diet, Obesity and Genes)-Studie haben Wissenschaftler des Deutschen Insti­tuts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) unter der Lei­tung des Ernährungsmediziners An­dreas F. H. Pfeiffer untersucht, welche Ernährungsfaktoren für eine Gewichtszunahme eine Rolle spielen. Ziel der Studie war, bestmögliche Empfehlungen von ihren Ergebnis­sen abzuleiten.
Insgesamt nahmen 772 europäi­sche Familien mit 938 übergewich­tigen Erwachsenen und 827 Kindern teil. Zu Beginn der Studie mussten die übergewichtigen erwachsenen Studienteilnehmer mithilfe einer achtwöchigen Reduktionsdiät (800 kcal/Tag) zunächst abnehmen. Von den 938 Studienteilnehmern been­deten 773 diese Gewichtsreduktionsphase. Durchschnittlich verloren die Teilnehmer etwa elf Kilogramm Kör­pergewicht. Im folgenden Interven­tionsteil der Studie musste dann die gesamte Familie eine von fünf vorge­gebenen Diäten für einen Zeitraum von sechs Monaten einhalten, die per Zufallsprinzip ausgewählt wurde. Zur Auswahl standen:

1. eine Kost mit erhöhtem Eiweiß­anteil (25 Prozent) und niedrigem Glykämischen Index;

2.   eine Kost mit erhöhtem Eiweiß­anteil und hohem Glykämischen Index;

3. eine Kost mit normalem Eiweiß­anteil (13 Prozent) und niedrigem Glykämischen Index;

4. eine Kost mit normalem Eiweiß­anteil und hohem Glykämischen Index.

5. Die fünfte Diät, „Kontroll-Diät",
orientierte sich an den bestehenden Ernährungsempfehlungen.
 
Während der Studie unterstütz­ten und berieten Ernährungswissen­schaftler die Familien. Zudem sam­melten die Forscher Blut- und Urin­proben der Studienteilnehmer. Von den ursprünglich 773 Teilnehmern beendeten 558 Teilnehmer die sechs­monatige Diätphase. Dies entspricht einer Erfolgsrate von zirka 72 Prozent. In den Gruppen, welche die prote­inreichen und niedrig glykämischen Kostformen verfolgten, gab es weni­ger Studienaussteiger als in den Gruppen, deren Diäten einen 13-pro­zentigen Proteinanteil und einen ho­hen Glykämischen Index aufwiesen.

Gegenwärtige Empfehlungen nicht ideal

Nach der Gewichtsreduktionsphase stieg innerhalb der nächsten sechs Monate das durchschnittliche Körpergewicht nur in der Gruppe signifikant wieder an, die eine Er­nährungsform mit einem hohen Gly­kämischen Index und mit einem niedrigen Proteinanteil verfolgte. Das Gewicht erhöhte sich hier durch­schnittlich um 1,67 Kilogramm. Am günstigsten war die Kombination von niedrigem Glykämischen Index und hohem Proteinanteil. In dieser Grup­pe war auch noch nach sechs Mona­ten kein Jojo-Effekt zu beobachten.

„Die Diogenes-Studie zeigt, dass die gegenwärtigen Ernährungsemp­fehlungen nicht ideal sind, um einer erneuten Gewichtszunahme über­gewichtiger Personen vorzubeugen", sagt Andreas Pfeiffer. „Eine Kostform mit einem etwas höheren Protein­anteil als der, der derzeit empfohlen wird, und einem niedrigen Glykämi­schen Index erleichtert es überge­wichtigen Personen nach einer Re­duktionsdiät, ihr vermindertes Kör­pergewicht längerfristig beizubehal­ten. Zudem scheint es den Studien­teilnehmern leichter zu fallen, ihre Ernährungsweise dauerhaft auf eine solche Kostform umzustellen."

(Artikel in der Ärztewoche Dezember 2010 von Dr. Gisela Olias)
Originalpublikation: Larsen et al. Diets with High orLow Protein Content and Glycemic Index for Weight-Loss Maintenance. The New England Journal ofMedicine, published online 25 Nov. 2010.


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